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Haupt-Prinzipien

Einige Bau-Prinzipien im Indieweb. Die Nummerierung ist nur zum Referenzieren gedacht, die Reihenfolge ist irrelevant.

  • Own Your Data. Besitze deine Daten. Deine Inhalte, deine Metadaten, deine Identität.
  • Nutze sichtbare Daten zuerst für Menschen, danach für Maschinen. Siehe DRY.
  • Entwickle was du brauchst, nicht für alle deine Freunde. Falls du für einen hypothetischen Nutzer entwickelst, existiert er vielleicht gar nicht. Wenn du es für dich machst, weißt du, dass du existierst. Das Metcalfesche Gesetz zu bekämpfen, ist überaus schwer: Du wirst Deine Freunde nicht alle überzeugen können, dem unabhängigen Netz beizutreten. Wenn Du aber etwas baust, das deine eigenen Bedürfnisse befriedigt, das gleichzeitig rückwärtskompatibel ist für Leute, die noch nicht beigetreten sind (z.b. durch Anwendung von POSSE), sind die Zeit und der Aufwand zum Bau Deiner eigenen Werkzeuge nicht verschwendet, nur weil andere noch nicht mitmachen.
  • Nutze was du entwickelst. Was auch immer Du baust, solltest du aktiv nutzen. Wenn du Dich nicht darauf verlässt, warum sollte es jemand anderes? (Auch: eat_what_you_cook) Die eigene Nutzung hilft, Probleme und Raum für Verbesserung schneller zu sehen und dadurch werden deine Anstrengungen das IndieWeb zu bauen auf echten Bedürfnissen basieren und reale Probleme lösen, statt viel Zeit an der Lösung theoretischer Probleme zu verbringen.
  • Dokumentiere Dein Zeug. Du hast einen Platz geschaffen, um Deine Meinung zu sagen; nutze ihn, um Deine Arbeitsweise, Ideen, Designs und deinen Code zu dokumentieren. Hilf anderen, von deiner Reise zu profitieren, einschließlich deinem Zukunfts-Ich!
  • Mache deine Arbeit Open Source (veröffentliche sie). Natürlich musst Du nicht, aber wenn Du die Existenz des Indiewebs magst, bedeutet das, Deinen Code bereit zu stellen, damit andere leichter und schneller ins IndieWeb einsteigen können.
  • UX und Design sind wichtiger als Protokolle, Formate, Datenmodelle, Schemata, etc. Wir haben unseren Fokus auf der User Experience und während wir das hinbekommen, bauen und entwickeln wir die absolute simpelsten, einfachsten und minimalistischsten Protokolle und Formate die reichen um diese UX zu unterstützen, aber nicht mehr.
  • Modularität. Baue plattformunabhängig Plattformen. Je modularer dein Code ist desto einfacher ist es, einzelne Komponenten auszutauschen und du machst dich unabhängig von speziellen Endgeräten, UIs, Template Sprachen, APIs, Backendsprachen, Speichersystemen, Datenbanken und Plattformen. Modularität erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest Teile davon wiederverwendet oder verbessert werden können, welche du dann in einem anderem Zusammenhang wieder einsetzen kannst. (Siehe Bausteine.)
  • Langlebigkeit. Baue für die Zukunft. Wenn die Menschheit dazu in der Lage ist, altertümliches Papyrus, viktorianische Fotographien und Dinosaurier-Knochen zu bewahren, dann sollte es auch möglich sein Web-Technologien zu entwickeln, die nicht von uns verlangen, alle paar Jahre alles wieder neu entwickeln zu müssen.
  • Vielfalt. Mit dem IndieWebCamp haben wir uns explizit dazu entschieden nach Diversity an Ansätzen und Implementation zu streben und zu dieser zu ermutigen. Dieser Hintergrund macht das IndieWeb stärker und widerstandsfähiger als ein einseitiger (mono-kultureller) Ansatz.
  • Habe Spaß. Als das Web in den 90er Jahren gestartet ist haben Leute angefangen ihre eigenen Webseiten mit Tools wie GeoCieties zu designen. Diese Seiten hatten Java-Applets, grell-grünen Hintergrund und siebzehn animierte GIF's. Es mag hässlich gewesen sein und schlecht gecoded, aber es hat Spaß gemacht. Erhaltet das Web so eigenartig und interessant!


Siehe auch